Wenn der Hals schmerzt

Halsschmerzen sind ein Symptom, das häufig in Kombination mit Erkältungskrankheiten auftritt. Die häufigsten Ursachen sind Erkältungsviren oder Streptokokken.
Hausärzte haben mit Patienten mit Halsschmerzen in ihrer Praxis sehr häufig zu tun. Der Halsbereich ist zusammen mit den oberen Atemwegen häufiger gefährdet, da die Bakterien und Viren hier oft ein leichtes Spiel haben – vor allem bei Übertragungswegen wie der Tröpfcheninfektion.

Ungefähr ein Viertel aller Halsschmerzen sind auf Viren zurückzuführen. Meistens sind Halsschmerzen harmlos und verschwinden nach drei bis fünf Tagen von alleine. Am häufigsten sind Rhinoviren die Ursache, manchmal auch Coronaviren. Selten sind andere Virentypen wie die Influenza-Viren oder Parainfluenzaviren für die Entstehung der Beschwerden verantwortlich, wobei eine solche Infektion nicht so harmlos ist. Dazu kommen eine ganze Reihe von Krankheiten, die Halsschmerzen hervorrufen können. Dazu gehören zum Beispiel das Pfeifferische Drüsenfieber, das HI-Virus oder das Herpes-simplex-Virus. Bakterien können ebenfalls für Halsschmerzen verantwortlich sein, allen voran die Streptokokken. Halsschmerzen können außerdem infolge bestimmter Geschlechtskrankheiten auftreten, zum Beispiel bei Syphilis. Bestimmte Kinderkrankheiten wie Masern, Mumps, Scharlach oder Hämophilus influenzae sind ebenfalls mit Halsschmerzen verbunden ebenso wie Larynx-Erkrankungen, das heißt Erkrankungen des Stimmapparates wie z. B. eine Kehlkopfentzündung.

Neben infektiösen Krankheiten können auch andere Faktoren zu Halsbeschwerden führen. Dazu gehören zum Beispiel Allergien wie Heuschnupfen, trockene Luft, Reizstoffe aus der Umwelt (Tabak, Chemikalien, Stäube), die Refluxkrankheit, ein Mangel an weißen Blutkörperchen oder, in seltenen Fällen, Tumore im Halsbereich.
So zahlreich die Ursachen für Halsschmerzen sind, so unterschiedlich sind die Behandlungsmöglichkeiten. Deshalb ist es wichtig, bei länger anhaltenden Halsschmerzen oder bei gleichzeitig auftretenden anderen Symptomen einen Arzt aufzusuchen.

Bei den häufigsten Halskrankheiten, also der viralen oder bakteriellen Infektion, empfehlen sich bestimmte Hausmittel. Zuerst sollte sich der Patient schonen und während der Erkrankung alle Anstrengungen meiden. Viel Ruhe und Schlaf helfen dem Körper, sich bald zu erholen. Zudem sollte viel getrunken werden, damit die Keime möglichst schnell aus dem Körper gespült werden. Kräutertees wie Kamillen- oder Salbeitee lindern die Schmerzen und wirken entzündungshemmend. Eine Therapie mit warmen Umschlägen mit Heilerde, Dampf-Inhalationen, dem Gurgeln mit Tees oder Salzwasser und dem Einnehmen von stärkenden Kräutern wie den Schwedenkräutern verhelfen dem Körper zu neuer Kraft.

Medikamente wie Aspirin oder Paracetamol können die Halsschmerzen lindern, sollten aber immer mit Vorsicht genossen werden. Bei einer bakteriellen Infektion kann es nötig sein, ein Antibiotikum einzunehmen, sofern die Symptome nicht von allein verschwinden. Eine homöopathische Behandlung kann ebenfalls zur Heilung beitragen, wie etwa durch den Stoff Arnika.

Eine gesunde Lebensweise, tägliches Trinken von viel Flüssigkeit und die regelmäßige ausreichende Aufnahme aller wichtigen Vitamine und Mineralstoffe können zur Vorbeugung von Halsschmerzen beitragen.

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