Was tun, wenn der Kehlkopf schmerzt

Bei einer Infektion der oberen Atemwege, wie zum Beispiel bei einer Erkältung, kann auch der Kehlkopf (Larynx) betroffen sein. Manchmal kommt es infolge dessen zu einer akuten Kehlkopfentzündung (Laryngitis). Dabei ist nicht der Kehlkopf selbst, sondern die ihn umgebende Schleimhaut entzündet. Typische Symptome einer solchen Entzündung sind Husten und Heiserkeit. Patienten berichten über ein wundes, kratzendes Gefühl im Hals. Wenn die Schleimhaut stark angeschwollen ist, kann es in seltenen Fällen sogar zu Atemnot führen, in dem Fall sollte auf jeden Fall ein Notarzt alamiert werden.
Es gibt auch andere Formen der Entzündung, die noch zu anderen Symptomen führen können. So ist zum Beispiel die bakterielle Infektion Epiglottitis eine Sonderform, die sich sehr schnell zusammen mit hohem Fieber entwickelt und zu starken Schmerzen im Kehlkopfbereich führt. Der Kehlkopfeingang kann bei dieser Form vollständig zuschwellen, deshalb sollte sofort bei den ersten Symptomen ein Arzt aufgesucht werden. Bei Säuglingen und Kleinkindern kann Pseudokrupp auftreten, eine Entzündung die sich durch bellenden, starken krampfartigen Husten äußert der hauptsächlich nachts auftritt. Auch hier kann es zu Atemnot kommen, bei einem Pseudokrupp Anfall besteht Erstickungsgefahr. Es gibt auch eine chronische Kehlkopfentzündung. Bei dieser der Larynx-Erkrankungen klagt der Patient häufig über Heiserkeit, trockenen Husten und Reizhusten sowie Räusperzwang.

Jede Heiserkeit, die nicht von allein wieder verschwindet sollte von einem Arzt untersucht werden. Neben einer meist eher harmlosen Kehlkopfentzündung können auch schlimmere Krankheiten wie Kehlkopfkrebs die Ursache sein. Der Arzt wird zuerst den Hals und den Kehlkopf untersuchen, dafür benutzt er wahrscheinlich einen langen, kleinen Spiegel oder alternativ ein Endsoskop, das er in den Rachen einführt. Rötung, Schwellung und Schleimauflagerungen sind schon klare Hinweise auf eine Laryngitis. Kann der Arzt trotz dieser Untersuchungsmaßnahmen nicht genug erkennen, wird im Krankenhaus unter Narkose eine Kehlkopfspiegelung durchgeführt. Hat der Arzt eine akute Kehlkopfentzündung festgestellt, wird als erstes eine absolute Schonung der Stimme verordnet. Zudem können Inhalationen helfen und die Einnahme von entzündungshemmenden und schleimlösenden Medikamenten.

Der Patient sollte vermeiden, sich Zigarettenrauch auszusetzen oder sich in Räumen mit sehr trockener Luft aufzuhalten. Handelt es sich um eine bakterielle Entzündung, wird der Arzt wahrscheinlich ein Antibiotikum verschreiben. Ist durch die Entzündung Atemnot aufgetreten, kann eine Behandlung im Krankenhaus nötig sein. Hier wird zum Beispiel Krotison injeziert, eventuell muss auch ein Schlauch in die Luftröhre eingeführt werden, der sie mit Sauerstoff versorgt. Um sich vor einer Kehlkopfentzündung zu schützen, gilt das Gleiche wie zum Schutz vor Erkältungen. Das Immunsystem sollte stets durch die richtige, vitaminreiche Ernährung gestärkt sein und man sollte körperlichen Kontakt mit bereits Erkrankten meiden. Genügend Bewegung und genügend Flüssigkeit sorgen zusätzlich dafür, dass er Körper fit bleibt.

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