Nur etwas für Kinder? Hustensaft

In der Umgangssprache wird meist für das Medikament Antitusivum meist der Begriff Hustensaft gebraucht. Das Medikament unterdrückt den Hustenreiz. Die Herstellung von Hustensaft erfolgt auf der Basis einer alkoholischen Lösung oder von Sirupus Simplex (Lösung aus gereinigtem Wasser und Zucker). 

Husten gehört zu einer Erkältung immer mit dazu. Das unangenehme Erkältungssymptom hat allerdings einen Sinn. Denn durch das Abhusten befreit sich die Lunge von Bronchialschleim, welcher somit seine Reinigungsfunktionwahrnehmen kann. Am Markt gibt es reichlich unterschiedliche Angebote für Hustensaft. Der ist dabei mit aber auch ohne Verschreibung zu erhalten.

Bisher gibt es keine wissenschaftlich gesicherten Erkenntnisse darüber, dass sich darunter ein Wundermittel befinden sollte. Einige Varianten von Hustensaft können die lästigen Beschwerden auf annehmbare Weise lindern. Ein Hustenmittel wurde nach fast einem halben Jahrhundert Einsatz verboten. Auch für den Hustensaft aus den Forschungslabors der Pharmakonzerne gilt: Das perfekte Arzneimittel gänzlich ohne Nebenwirkungen gibt es nicht. Die Zahl der allein in Deutschland jedes Jahr verkauften rezeptfreien Hustenmittel geht in die Millionen. Die etwa 70 Millionen rezeptfreien Hustenpräparate sorgen für einen Umsatz von über 400 Millionen Euro.

Hustensaft gibt es in zwei Varianten: als hustenstillendes und als schleimlösendes Mittel. Die Kombination von Hustenmitteln, welche schleimlösend und reizmindernd sind, wird nicht nicht empfohlen. Am Tage greift man eher zu einem Schleimlöser, in der Nacht zu einem Hustenreizdämpfer. In vielen Hustensaftpräparaten befindet sich Alkohol, wenn auch in geringer Konzentration. Doch für Kinder sind Säfte mit über fünf Prozent Alkohol und mehr als zehn Prozent in Tropfen nicht geeignet. Alkohol sollte generell von Kindern ferngehalten werden. Nebenwirkungen verursachen Zusätze von Dibutylphtalat. Dieses kommt in den Kapseln vor, damit sie magensaftresistent und magenschonend werden. Andere Zusätze wie Phthalate werden verdächtigt, Nieren, Leber und die Fortpflanzungsorgane zu schädigen. Meist sind Viren für Erkrankungen der Atemwege verantwortlich. Ein Grund, warum das Verordnen von Antibiotika, unwirksam ist.

Hustensaft soll Erkältungsbeschwerden lindern und heilen. Das Stillen des Hustens beruhigt die Bronchien und sichert die Nachtruhe. Wer den teilweise bedenklichen Nebenwirkungen aus dem Weg gehen will, stellt sich seinen Hustensaft selbst her. Dafür eignen sich unbedenkliche und gesunde Kräuter, Naturmittel und Heilpflanzen. Die Zutaten für natürliche Hustensäfte, beispielsweise Zwiebeln, Ingwer, brauner Zucker, Fenchel und Honig, sind überall frei verfügbar. Verarbeitet werden können sie in der heimischen Küche. Traditioneller Fencheltee und Buchweizenhonig haben ihre hustenstillende Wirksamkeit längst ohne Nebenwirkungen bewiesen. Der Weg zum Arzt bleibt bei schweren Erkältungen immer als Alternative.

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