Heuschnupfen

In unserer von westlichen Hygienestandards geprägten Welt ist Heuschnupfen zu einer Volkskrankheit geworden. Ob Frühling oder Herbst, ob Sommer oder Winter, immer und überall wird man auf jemanden stoßen, der gerade hastig ein Taschentuch aus dem Rucksack kramt.

Eine der häufigsten Allergien in Westeuropa ist der Heuschnupfen. Er kann durch verschiedenste Pollen in der Luft ausgelöst werden und ist daher zu weiten Teilen des Jahres verbreitet. Immer scheint es gerade irgendein Kraut zu geben, das zu dieser Zeit blüht. Selbst im tiefsten Winter lauern die Ursachen für Heuschnupfen auf den Fensterbänken unserer Wohnungen.

Ursachen von Heuschnupfen

Über die Ursachen von Heuschnupfen streiten die Gelehrten seit langem. Eines der größten Übel sind natürlich die Pollen von Gräsern oder Heu, die dieser Immunerkrankung den Namen gegeben haben. Aber auch Auslöser, die man so nicht erwarten würde, spielen eine Rolle. So kann Heuschnupfen zum Beispiel durch die Pollen des wunderschön blühenden Kirschbaums ausgelöst werden, aber auch Sporen von Pilzen in der Luft können ähnliche Symptome hervorrufen.

Schnupfen

Nicht unterschätzen

Als Erkrankung sollte man Heuschnupfen nicht unterschätzen: Abgesehen von wunden Rötungen, gereizten Schleimhäuten und Problemen mit der Lunge, kann sich auch noch eine psychische Erschöpfung einstellen. Denn schließlich ist der Patient zwangsweise fortwährend mit seinem Heuschnupfen beschäftigt, durch schniefen, putzen der Nase oder den Zwang zur Einnahme von Medikamenten. Dazu kommt, dass die Umgebung in der Regel intolerant reagiert, weil sie fürchtet, sich mit der vermeintlichen Erkältungskrankheit zu infizieren.

Medikamente

Doch zum Glück gibt es mittlerweile eine breite Palette an Medikamenten, die zumindest helfen, die Symptome zu lindern. So kann man gezielt etwas gegen die laufende Nase unternehmen, die Rötung der Augen bekämpfen oder den Niesreiz medikamentös unterdrücken. Doch eine bleibende Erleichterung verspricht nur eine Therapie zur Desensibilisierung. Dabei lernt der Körper, ohne überzogene Reaktionen auf eine Heuschnupfen Attacke zu reagieren. Diese Behandlungsform gilt immer noch als ‘neuartig’ und wird daher nicht von allen Krankenkassen übernommen. Daher werden triefende Nasen wohl auch weiterhin ein gewohnter Anblick sein.

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