Glossar

A

Arzneimittel

Arzneimittel oder Medikamente sind Stoffe oder Zusammensetzungen derer, die der Heilung oder Verhütung menschlicher oder tierischer Krankheiten bestimmt sind. Die häufigste Arzneimittelform ist die Tablette. Die Medikamente, die am häufigsten verschrieben werden, sind ACE-Hemmer und Antibiotika. Die Verschreibung der Arzneimittel erfolgt über eine ärztliche Anordnung und ein Rezept.

Atemwege

Die Atemwege bzw. auch der Atemapparat genannt, bezeichnet die für die Atmung zuständigen Organe. Zu den Atemwegen gehören die Nase, der Rachen, der Kehlkopf, der linke und der rechte Stammbronchus, die Bronchien und Bronchiolen und die Lungenbläschen.

Aspirin

Aspirin ist der gängige Name der Acetylsalicylsäure, kurz ASS. Es handelt sich hierbei um einen schmerzstillenden, entzündungshemmenden, fiebersenkenden Wirkstoff. Es wird in vielen verschiedenen Formen dargereicht, so zum Beispiel als Tabletten, Trinktabletten, Kapseln oder Dragees.

B

Bronchitis

Als Bronchitis bezeichnet man die Entzündung der Bronchien. Man unterscheidet zwischen der akuten, chronischen und der chronisch obstruktiven Bronchitis. Die akute Bronchitis (tritt als erstes auf) geht einher mit Erkältungssymptomen und später schmerzhaftem Husten und Fieber. Die Behandlung erfolgt durch Inhalieren, Stärkung des Immunsystems, Schmerzmittel, Bettruhe und anderes.

 

 

 
 

E

Echinacin

Echinacin ist ein Medikament zur Steigerung der körpereigenen Abwehr mit entzündungshemmender Wirkung. Es ist ein pflanzliches Präparat bestehend aus der Heilpflanze Echinacea purpurea (Roter Sonnenhut), welche besonders gegen Husten, Halsschmerzen und Mandelentzündungen verwendet wird.

 

 

 
 

F

Fieber

Als Fieber bezeichnet man den Zustand erhöhter Körpertemperatur, beim Menschen im Normalfall eine Temperatur ab 38°C. Die Erhöhung der Körpertemperatur dient dabei als Abwehr gegen eindringende Fremdkörper und Mikroorganismen. Begleiterscheinungen des Fiebers sind Frieren, Muskelzittern und Schüttelfrost, Appetitlosigkeit, Kopf- und Gliederschmerzen. Die Behandlung von Fieber erfolgt teilweise durch Schmerzmittel (z.B. Ibuprofen, Paracetamol) oder durch Ableitung der Körperwärme durch zum Beispiel Wadenwickel oder Einläufe.

 

 

 
 

G

Gliederschmerzen

Schmerzempfindungen in den Extremitäten bezeichnet man als Gliederschmerzen. Ursachen von Gliederschmerzen sind häufig Erkältungen, die Grippe und andere Infektionskrankheiten wie zum Beispiel die Masern. Meist betrifft dies die Arme und Beine. Zum Lindern der Schmerzen werden Schmerzmittel wie Acetylsalicylsäure oder Ibuprofen verwendet.

Grippaler Effekt

Umgangssprachlich bezeichnet man die Grippe auch als grippalen Effekt. In Wirklichkeit jedoch wird der grippale Effekt durch andere Viren hervorgerufen und kommt einer Erkältung nahe. Der grippale Effekt wird auch als „unechte Grippe“ bezeichnet.

Grippe

Die Influenza oder „echte Grippe“ ist eine Infektionskrankheit bei Menschen, die durch Viren ausgelöst wird. Sie wird hauptsächlich durch die Tröpfcheninfektion übertragen. Die wichtigsten Symptome sind unter anderem Fieber, Schüttelfrost, Kopfschmerzen/Migräne und Gliederschmerzen. In ihrer extremsten Verlaufsform kann die Grippe bei immungeschwächten und nicht geimpften Menschen zur Lungenentzündung oder innerhalb weniger Stunden zum Tod führen. Eine jährliche Grippeimpfung ist daher empfohlen.

Grippostad C

Als Grippostad C bezeichnet man ein Medikament welches die Wirkstoffe Paracetamol, Clorphenamin, Coffein und Ascorbinsäure kombiniert. Das Einsatzgebiet von Grippostad C liegt vor allem bei Erkältungen und grippalen Effekten. Es wird als Kapsel verabreicht, als Heißgetränk, Erkältungsbad oder Erkältungsbalsam. Es ist das meistverwendete Mittel bei Erkältungskrankheiten in Deutschland.

Grüne Apotheke

Eine Apotheke ist ein Ort, an dem Arzneimittel und Medizinprodukte abgegeben, geprüft und zum Teil hergestellt werden. Grüne Apotheken geben hauptsächlich Medikamente ab, die auf pflanzlicher bzw. homöopathischer Grundlage entstanden sind.

H

Halsschmerzen

Halsschmerzen entstehen häufig als Symptom bei einer Entzündung der Schleimhaut im Hals- oder Rachenbereich. Sie können erste Anzeichen einer nahenden Erkältung oder einer Mandelentzündung sein. In der Regel verlaufen Halsschmerzen harmlos und klingen auch ohne eine ärztliche Behandlung innerhalb weniger Tage ab.

Heiserkeit

Eine häufig vorkommende Störung der Stimme ist die Heiserkeit. Sie wird vorrangig durch Entzündungen oder Überanstrengungen ausgelöst. Die Heiserkeit äußert sich durch eine raue oder belegte Stimme.

Husten

Unter Husten versteht man ein Symptom, dessen Auslöser am häufigsten die Erkältung darstellt. Er dient zur Reinigung der Atemwege von Partikeln und Fremdkörpern. Man unterscheidet im Verlauf einer Erkältung zwischen trockenem bzw. Reizhusten und verschleimten Husten.

Hustensaft

Als Hustensaft bezeichnet man ein Medikament, welches den Hustenreiz unterdrückt. Als hustenstillendes Medikament sollte er lediglich bei Reizhusten verwendet werden. Die meisten Hustensäfte sind verschreibungspflichtig.

I

Immunsystem

Als Immunsystem bezeichnet man das biologische Abwehrsystem bei höher entwickelten Lebewesen. Durch das Immunsystem werden körperfremde Mikroorganismen u.a. entfernt und Krankheitserreger zerstört. Man unterscheidet zwischen der angeborenen Immunabwehr und der adaptiven Immunabwehr, die den Körper der Wirbeltiere noch effektiver vor Krankheitserregern schützt.

Infektion

Eine Infektion bezeichnet das Eindringen, Anhaften und Vermehren von Krankheitserregern oder anderen Organismen in einen Wirt. Dadurch hervorgerufene Krankheiten bezeichnet man als Infektionskrankheit. Die Infektion unterscheidet man nach Krankheitserregern, Herkunft der Erreger, den Infektionsweg und Übertragbarkeit und Eintrittspforte der Erreger. Einer Infektion müssen keine Symptome folgen; diese inapparente Infektion kann jedoch zur Immunität gegen weitere Infektionen mit demselben Erreger hinterlassen.

L

Lungenentzündung

Die Lungenentzündung oder Pneumonie ist eine akute oder chronische Entzündung des Lungengewebes, welche durch eine Infektion ausgelöst wird. Sie beginnt plötzlich mit Husten und Atemnot und geht über in hohes Fieber, Schüttelfrost und Schmerzen in der Brust. Die Behandlung erfolgt mit Antibiotika, fiebersenkenden (zum Beispiel Wadenwickel) und schleimlösenden Maßnahmen.

Lutschpastillen

Lutschpastillen sind als Tabletten zu verabreichenden Medikamente, die der Patient nicht herunterschluckt, sondern lutscht. Die meisten Lutschpastillen sind wirksam gegen Halsschmerzen und Heiserkeit, so zum Beispiel die Pastillen von Dolo Dobendan oder Mucosolvan.

M

Meditonsin

Meditonsin ist ein Medikament aus natürlichen Wirkstoffen, welches die körpereigene Abwehr unterstützt, um den Selbstheilungsprozess zu beschleunigen. Es ist für jede Altersgruppe geeignet; auch Säuglinge ab dem 7. Lebensmonat können das Medikament nach Rücksprache mit dem Arzt einnehmen. Es handelt sich um Tropfen, die vor allem bei Erkältungserscheinungen eingenommen werden.

 

 

 
 

N

Nase

Die Nase ist ein Organ, das bei den Menschen im Gesichszentrum liegt. Der hinter dem Nasenraum liegende Rachen verbindet die Speise- und Luftwege. Häufige Erkrankungen der Nase sind Nasenbluten, Entzündungen der Nasenhöhlen und die Allergische Rhinitis (oder allergischer Schnupfen) bei Allergien.

Nasennebenhöhlenentzündung

siehe Nebenhöhlenentzündung. Man unterscheidet zwischen der chronischen und der akuten Nasennebenhöhlenentzündung. Die akute Entzündung tritt oftmals gemeinsam mit dem Schnupfen auf; die chronische Entzündung dauert je nach Quelle zwei bis drei Monate an und ihr Ursprung ist meist eine nicht verheilte akute Nasennebenhöhlenentzündung.

Nasenspray

Nasenspray ist ein Arzneimittel, welches in die Nase eingebracht wird. Es bewirkt eine Abschwellung der Nasenschleimhaut bei zum Beispiel Erkältungen, sodass frei durch die Nase geatmet werden kann. Nasensprays sind apothekenpflichtig und dürfen nicht länger als eine Woche in Folge verwendet werden, da es zu einer Schädigung der Nasenschleimhaut führt.

Nebenhöhlenentzündung

Die Nebenhöhlenentzündung ist eine Entzündung der Nasennebenhöhlen, auch Sinusitis genannt. Sie wird häufig über den Schnupfen verbreitet, da die Schleimhäute dabei anschwellen. Die Nebenhöhlenentzündung wird begleitet von Kopfschmerzen und einem Druckgefühl im vorderen Kopfbereich. Die Behandlung erfolgt unter anderem durch Schleimlöser und Nasenspray.

R

Reizhusten

Unter Reizhusten versteht man einen Hustenreiz, bei dem der Betroffene ständig husten bzw. sich räuspern muss. Der Husten ist trocken und wird oft von Heiserkeit begleitet. Er kann bei Erkältungen gleichzeitig mit Kopf- und Gliederschmerzen auftreten. zur Milderung von Reizhusten können Lutschtabletten der Hustenstiller verwendet werden.

 

 

 
 

S

Schleimlöser

Als Schleimlöser bezeichnet man Substanzen oder deren Zusammensetzung, die den Bronchialschleim verflüssigen, sodass dieser besser abgehustet werden kann. Als Schleimlöser verwendete Medikamente sind zum Beispiel ACC-Brausetabletten oder Mucosolvan.

Schluckbeschwerden

Aufgrund von funktionellen Störungen in Mundhöhle oder Rachen können Schluckbeschwerden auftreten. Schluckbeschwerden können mit oder ohne Halsschmerzen (dazu zählt zum Beispiel auch der Kloß im Hals) auftreten und sowohl akut oder chronisch sein. Ursachen von Schluckbeschwerden sind unter anderem eine Erkältung, Schilddrüsenvergrößerungen oder das Pfeiffersche Drüsenfieber.

Schnupfen

Beim Schnupfen handelt es sich um eine verstärkte Schleimhautbildung der Nase, welche durch eine Entzündung der Nasenschleimhaut verursacht wird. Der Schnupfen ist häufig ein erstes Anzeichen für eine Erkältung und wird meist durch Viren ausgelöst. In den meisten Fällen ist ein Schnupfen harmlos und vergeht innerhalb von drei bis fünf Tagen.

Seitenstrangangina

Die Seitenstrangangina ist eine Entzündung der Rachenschleimhaut. Sie ist verbunden mit Entzündungen im Hals-Rachenbereich und verbunden mit Schluckbeschwerden oder Halsschmerzen erschwert sie die Nahrungsaufnahme drastisch. Eine medikamentöse Behandlung ist nur bei untypischen Verläufen nötig. Im Rahmen eines grippalen Effektes heilt sie meist von selbst aus. Bei Fieber oder starken Schmerzen empfiehlt sich eine Behandlung mit fiebersenkenden und schmerzstillenden Medikamenten.

Sinupret

Sinupret ist der Name eines pflanzlichen Medikamentes. Es wird bevorzugt bei einer Nebenhöhlenentzündung und als Schleimlöser verwendet. Sinupret kann in verschiedenen Formen verabreicht werden, so zum Beispiel als Dragee, Saft, Tropfen oder auflösbare Tabletten.

Symptome

Anzeichen einer Erkrankung oder Verletzung bezeichnet man als Symptome. Der Begriff wird sowohl in der Medizin als auch in der Psychologie verwendet. Die Gesamtheit der Symptome ergeben das klinische Bild oder die Symptomatik einer Krankheit.

T

Trockener Husten

Trockener Husten ist im Alltagsgebrauch ein Synonym für den Reizhusten. Ist der trockene Husten Anzeichen einer Erkältung, können auch schleimlösende Mittel verwendet werden. Achtung: keine Schleimlöser und Hustenstiller in Kombination verwenden! Der gelöste Schleim kann so nicht ausgehustet werden.

 

 

 
 

V

Virus

Ein Virus ist ein infektiöser Partikel, der sich durch Übertragung in geeigneten Wirtszellen verbreitet. Sie sind auf den Stoffwechsel dieser Zelle angewiesen. Viren sind keine Lebewesen und der Auslöser zahlreicher Krankheiten bei Menschen, aber auch bei Pflanzen und Tieren.

 

 

 
 

W

Wick

Als Wick bezeichnet man im deutschsprachigen Raum Erkältungsprodukte der Firma Procter & Gamble. Beispiele dafür sind unter anderem Wick DayMed und Wick MediNait. Es gibt Wick-Produkte als Lutschpastillen, Tropen, usw.