Verlauf

Eine Erkältung wird im Allgemeinen auch als grippaler Infekt bezeichnet. Es gibt etwa 200 Virenarten, die die Nasen- und Rachenschleimhaut befallen und eine Erkältung auslösen. Nach der Ansteckung dauert es etwa ein bis zwei Tage, bis die ersten Krankheitssymptome auftreten.

Durch die Infektion wird die körpereigene Abwehr in Gang gesetzt, wodurch sich die typischen Erkältungsbeschwerden zeigen. Dabei verläuft die Erkältung in zeitlichen Etappen.

Das erste untrügliche Anzeichen einer Erkältung ist ein Kratzen im Hals. Zu den Halsschmerzen kommen zeitgleich Schluckbeschwerden und Schnupfen.

Der Schnupfen beginnt mit einem Kitzeln in der Nase und vermehrtem Niesreiz. Anfänglich ist das austretende Sekret klar und wässrig. Die Augen tränen und die Nase ist verstopft, da die Schleimhäute anschwellen. Der Schnupfen ist am vierten Tag nach der Infektion am schlimmsten. Der Schnupfen verursacht eine Verschlechterung des Geruchs- und Geschmackssinns. Im weiteren Verlauf wird das Sekret dickflüssig und geblich. Oft entsteht aus einem Schnupfen eine Nebenhöhlenentzündung (Sinusitis).

Oft friert der Erkrankte und fühlt sich matt und abgeschlagen. Etwa vier Tage lang leidet er unter Kopf- und Gliederschmerzen. In seltenen Fällen leidet der Erkrankte an einer leicht erhöhten Temperatur.

Wenn der Schnupfen langsam abklingt, kann es zu einem trockenen Reizhusten kommen, der zum Ende der Erkältung hin zumeist in einen festsitzenden Husten übergeht.

Nach ein bis zwei Wochen ist eine Erkältung meist komplikationslos überstanden. In einigen Fällen können sich die Viren aber auch von der Nasen- und Rachenschleimhaut auf die Bronchien, die Stirn- und Nebenhöhlen oder in den Gehörgang ausbreiten. Falls nach dem Abklingen einer Erkältung erneut Beschwerden auftreten, handelt es sich zumeist um eine Sekundärinfektion durch Bakterien. Diese können sich leicht auf den, durch die Erkältungsviren geschwächten, Schleimhäuten ansiedeln.

Da die Ansteckungsgefahr sehr hoch ist, sollte man sich bei einer Erkältung besser krankschreiben lassen, um gesunde Kollegen nicht anzustecken. Die Ansteckungsgefahr dauert dabei etwa zwei bis zehn Tage. Außerdem können die auftretenden Erkältungssymptome die Produktivität stark einschränken. 

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